Biographie

Der Bariton mit ungarischen Wurzeln war zunächst Ensemblemitglied der Komischen Oper Berlin und wechselte dann an die Oper Frankfurt, wo er sich mit Papageno (Zauberflöte), Guglielmo (Così fan tutte), Graf (Le nozze di Figaro), Hans Scholl (Die weiße Rose), Wolfram (Tannhäuser), Valentin (Faust), Jeletzki (Pique Dame), Marcello (La Bohème), Albert (Werther), Frank/Fritz (Die tote Stadt), Owen Wingrave (Owen), Jason (Medea) und Dr. Falke (Die Fledermaus) wichtige Partien seines Repertoires erarbeiten konnte.

Den Wolfram sang er zwischen 2011 und 2013 bei den Bayreuther Festspielen, daneben führten ihn Gastengagements wiederholt u. a. an das Opernhaus Oslo als Wolfram und Don Giovanni, an die Deutsche Oper Berlin, an die Bayerische Staatsoper München, an das Opernhaus Zürich und ans Theater an der Wien.

Seine erste musikalische Ausbildung erhielt Michael Nagy bei den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben. In Mannheim studierte er Gesang bei Rudolf Piernay und Dirigieren bei Klaus Arp, außerdem in Saarbrücken Liedgestaltung bei Irwin Gage. Seine Ausbildung rundete er in Meisterkursen bei Charles Spencer, Rudolf Piernay und Cornelius Reid ab. 2004 startete er mit dem Gewinn des ‚Internationalen Wettbewerb für Liedkunst‘ der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart seine internationale Karriere.

Unter dem Dirigat von Sir Simon Rattle gab er bei den Pfingstfestspielen Baden-Baden 2013 den
Pagageno (Die Zauberflöte) mit den Berliner Philharmonikern. Sein Rollendebüt als Eugen
Onegin
führte ihn im Herbst 2014 ans Grand Théatre de Genève, eine Partie, die er
anschließend auch an der Bayerischen Staatsoper sang. Einen herausragenden Erfolg feierte
er in München als Stolzius (Zimmermann: Die Soldaten) in der als „Opernproduktion des Jahres
2014“ gekürten Inszenierung von Andreas Kriegenburg unter der Leitung von Kirill Petrenko.

Die Spielzeit 2015/16 brachte drei Rollendebüts: Hans Heiling in Heinrich Marschners
gleichnamiger Oper am Theater an der Wien, Kurwenal (Tristan und Isolde) bei den
Osterfestspielen Baden-Baden 2016 in einer Neuinszenierung von Mariusz Trelinski unter der
Leitung von Sir Simon Rattle und die Titelpartie in Luigi Dallapiccolas Il Priginiero unter Thomas
Hengelbrock. In der Spielzeit 2016/17 wird er am Opernhaus Zürich als Graf Almaviva (Le
Nozze di Figaro) zu erleben sein und erneut an die Bayerische Staatsoper zurückkehren (Marcello, La Bohème / Guglielmo, Così fan tutte / Papageno, Die Zauberflöte). Außerdem wird er die Titelpartie in der Uraufführung von Edward II. des Komponisten Andrea Lorenzo Scartazzini an der Deutschen Oper Berlin singen.

Michael Nagy ist weltweit für die Konzert- und Oratorienpartien seines Fachs gefragt. Engagements führten den Bariton zu den Berliner Philharmonikern, zum Konzerthausorchester Berlin, dem Museumsorchester Frankfurt, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Mozarteum Orchester dem NHK Symphony Orchestra, dem Sydney Symphony Orchestra sowie dem Schleswig-Holstein Musik Festival. Helmuth Rilling, Adam Fischer, Paavo Järvi, Alan Gilbert, Christoph Eschenbach, Philippe Herreweghe und Daniele Gatti zählen zu den prominenten musikalischen Partnern für sein breit gefächertes Konzertrepertoire.

Download Repertoire

Statements

"Glänzend und für die Rabaukenrolle geradezu überbesetzt: der junge, kultivierte und kraftvolle Michael Nagy als Kurwenal."

Opernwelt, Stefan Mösch, Ausgabe Nr. 5 / Mai 2016 - "Über allen Gipfeln keine Ruh'"

"Michael Nagy [ist] ein sonor bärbeißiger Kurwenal, der aber auch nahtlos ins die weiche Kopfstimme übergehen kann, wenn er seinen totwunden Freund beklagt."

FAZ, Eleonore Büning, 21.3.2016 - "Schau mir bloß nicht in die Augen, Kleines"

"Für Michael Nagys Bariton ist das Werk wie maßgeschneidert. Sein erdiges Timbre passt zur melancholischen Stimmung im „Abschied“."

Münchner Merkur, 20.6.2016 - "Ewigkeit"

"Der Bassbariton Michael Nagy, ein genuiner Wagner-Sänger mit schöner Schwärze und wunderbar scharfer, dabei natürlicher Rundung, setzt hier einen wichtigen Kontrapunkt. Sein "Abschied" entwickelt die notwendige Schwere und Melancholie [...]"

Abendzeitung München, Michael Bastian Weiß, 21.6.2016 - "Ewige Freude, unterhaltende Tiefe"

"Michael Nagy, who was making his CSO debut, sang of finding solace in the face of mortality. To his several solos he bought a burnished, focused lyric baritone with superb projection, pliant phrasing and a lieder singer's regard for the German texts and the meanings they convey through Brahms' music. The Hungarian singer is a real find."

Chicago Tribune, John von Rhein, 11.11.2016 - "CSO forces bring comforting eloquence to Brahms' Requiem"

„Michael Nagy singt den Elias, der den Götzenanbetern die große Dürre prophezeit, der sie verspottet und schließlich auf den rechten Weg führt, der des Lebens überdrüssig wird und letzthin Gott schaut. Ein Bariton voller Kraft und Leidenschaft, ein großer Gestalter.“

WAZ, Martin Schrahn, 31.1.2016 - "Mendelssohns 'Elias' mit Wucht und allen Feinheiten"

"Michael Nagy ist ein grandios klangvoller, auch witziger Kurwenal."

NZZ, Peter Hagmann, 21.3.2016 - "Seekrank auf den Tod"

„Der Hut sei gezogen! Dieser Mann ist eine Entdeckung!“

Abendzeitung München, Robert Braunmüller, 13. November 2011 - "Mahler 'Wunderhornlieder', Sinfonieorchester des BR, Daniele Gatti"

„Michael Nagy gestaltet die Hauptpartie zur grandiosen Psychostudie und ist in jeder Note der herausfordernden Partitur gewachsen.“

Nachrichten.at , Michael Wruss, 15.9.2015 - „Gruselgeschichte zwischen Geisterwelt und Dorfleben. Saisonauftakt mit "Hans Heiling" im Theater an der Wien”

"Musikalisch hat der Abend Größe, was auch an den weiteren Solisten liegt. Michael Nagy verleiht Kurwenal beim Rollendebüt mit seinem klar umrissenen, aber immer geschmeidigen Bariton klare Konturen."

Suedkurier, Alexander Dick, 21.3.2016 - "Fühlt und seht ihr’s nicht?"

„Michael Nagy offers an engaging, robustly sung Papageno, ...“

The New York Times, George Loomis, 26.3.2013 - "'Zauberflöte' in a New Easter Home"

„Michael Nagy, umjubelter Wolfram der Bayreuther "Tannhäuser"-Inszenierung, liefert eine Meisterleistung als Papageno ab. (...) Nagy hat ein Gespür für komödiantisches Timing. Jede Pointe seiner gesprochenen Texte sitzt, und seine unaufgeregte samtige Baritonstimme passt perfekt zu Mozart. “

Die Welt, Lucas Wiegelmann, 24.3.2013 - "Kann Mozarts 'Zauberflöte' den Tod überwinden?"